Himmlische Klänge
Mondlicht und stille Heiligtümer · Musik: Berti · AuraSite © 2026

01  Die Nacht ohne Mond (Neumond)  (3:38)

Bei Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne.
Seine beleuchtete Seite schaut von uns weg — er ist unsichtbar.
Darum leuchten in dieser Nacht die Sterne am hellsten.
Jeder Mondkreis beginnt im Dunkeln.

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02  Die erste Sichel  (3:54)

Am Abend nach Neumond erscheint eine schmale Sichel im Westen.
Sie folgt der Sonne und geht bald nach ihr unter.
Manchmal schimmert der dunkle Rest des Mondes aschgrau mit —
das ist Erdlicht: Sonnenlicht, das die Erde zum Mond zurückwirft.

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03  Der halbe Mond (Erstes Viertel)  (3:49)

Etwa eine Woche nach Neumond ist der Mond zur Hälfte hell.
Bei Sonnenuntergang steht er schon hoch am Himmel.
Halb Licht, halb Schatten — ein Mond in der Waage.
Ab jetzt wächst er jede Nacht ein Stück.

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04  Der wachsende Mond  (3:14)

Der Mond wird runder, sein Licht kräftiger.
Er geht am Nachmittag auf und leuchtet bis tief in die Nacht.
Im Wald wird es so hell, dass Schatten fallen.
Etwas reift — noch ein paar Nächte.

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05  Die Nacht des vollen Mondes  (4:07)

Bei Vollmond steht der Mond der Sonne gegenüber.
Er geht auf, wenn die Sonne untergeht, und bleibt die ganze Nacht.
Sein Licht ist Sonnenlicht — gespiegelt von grauem Gestein.
Über dem Meer legt er einen silbernen Weg.

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06  Der abnehmende Mond  (3:42)

Nach dem Vollmond geht der Mond jede Nacht später auf —
im Durchschnitt etwa fünfzig Minuten.
Er kommt spät und bleibt bis in den Morgen.
Was gewachsen ist, darf wieder weniger werden.

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07  Der Mond am Morgen (Letztes Viertel)  (3:39)

Im letzten Viertel geht der Mond erst um Mitternacht auf.
Am Morgen steht er noch hoch, wenn es schon hell wird.
Viele sehen ihn dann am Tageshimmel — blass und leise.
Halb Schatten, halb Licht, nur andersherum.

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08  Die letzte Sichel  (3:19)

Die letzte Sichel steht im Morgengrauen im Osten.
Kurz darauf verblasst sie im Licht der aufgehenden Sonne.
Etwa neunundzwanzigeinhalb Tage dauert ein ganzer Mondkreis.
Dann beginnt er von vorn — mit einer Nacht ohne Mond.

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09  Das Heiligtum über den Wolken  (3:37)

Über den Wolken ist der Himmel fast immer klar.
Wolken sind nichts anderes als winzige Wassertröpfchen,
so leicht, dass die Luft sie trägt.
Hier oben ist es still — nur Licht und Weite.

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10  Die Kapelle der Sterne  (3:58)

Eine kleine Kapelle aus Feldsteinen, Kerzen in der Nische.
Das Band der Milchstraße besteht aus Milliarden Sonnen.
Ihr Licht war oft tausende Jahre zu uns unterwegs.
Man sieht in den Himmel — und in die Vergangenheit.

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11  Der Garten der Stille  (3:53)

Ein Garten, in dem nichts geschehen muss.
Das Wasser steht so still, dass es den Mond trägt.
Moos wächst langsam — oft nur Millimeter im Jahr.
Hier darf auch der Atem langsam werden.

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12  Das Licht im Dom  (4:07)

Gotische Kirchen wurden gebaut, um Licht hereinzulassen.
Hohe Fenster, schlanke Pfeiler — die Mauer wird fast durchsichtig.
Die Strahlen sieht man nur, weil feiner Staub das Licht streut.
Ein Raum, der aus Stille und Licht gemacht ist.

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Die Stücke sind ohne Gesang — die Zeilen erzählen, was das Bild zeigt. Die Mondphasen sind astronomisch richtig gezeichnet (Nordhalbkugel).
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Mit Nordlicht online: https://aurasite.de/himmlische-klaenge.php
